Bannalper Rundtour mit Ruchstock-Überschreitung (12.-13. März 2014)

Fussaufstieg vom Nordsattel zum Ruchstock

Bei besten Bedingungen und optimaler Lawinensituation konnte auch endlich die leicht variierte grosse Bannalper Rundtour im Club stattfinden -3 wunderschöne Skitouren-Gipfel (Ruchstock, Wissigstock, Brunnistock) der Zentralschweiz in 2 Tagen! Zu viert brachen wir frühmorgens von Basel auf, um mit der Seilbahn Bannalp zur Fell-Chrüzhütte hochzufahren. Dort teilten wir unsere Gruppe: Monika und Cornelia nahmen den Weg über die Bannalper Schonegg (SAC 530), Thomas und ich wollten den wuchtigen Ruchstock überschreiten (S-, SAC 531b, 531a) in Angriff. Zügig kamen wir bei besten Schneeverhältnissen und griffigem Harsch über die 40° Rampe am Fuss der beeindruckenden Ruckstock-Nordwand zum Nordsattel voran.

Fussaufstieg vom Nordsattel zum Ruchstock

Fussaufstieg vom Nordsattel zum Ruchstock

Ruchstocküberschreitung

Ruchstocküberschreitung

Abstieg über den Felsriegel am Schlittchuechenfirn

Abstieg über den Felsriegel am Schlittchuechenfirn

Von dort stiegen wir zu Fuss weiter zum Gipfel und konnten direkt bis zu einem Felsriegel bei teils bestem Pulver nach Norden abfahren, bis wir um die Mittagszeit wieder am Rotgrätli mit Cornelia und Monika zusammentrafen.

Steinbock „Willy“ über dem Rotgrätli

Steinbock „Willy“ über dem Rotgrätli

Nach einer kurzen Mittagsrast unter fortwährender Beobachtung durch Steinbock „Willy“, bestiegen wir zusammen noch den Wissigstock (SAC 533).

Aufstieg zum Wissigstock, im Hintergrund rechts der wuchtige Ruchstock

Aufstieg zum Wissigstock, im Hintergrund rechts der wuchtige Ruchstock

Am Wissigstock-Gipfel

Am Wissigstock-Gipfel

Ausblick auf die Etappe am nächsten Tag: links Brunnistock, rechts Blackenstock

Ausblick auf die Etappe am nächsten Tag: links Brunnistock, rechts Blackenstock

Nach einer eher durchmischten Abfahrt über den Griessenfirn zum Griessenboden und kurzem Gegenanstieg zur Rugghubelhütte konnten wir dort in der Sonne noch die vom Hüttenwart im Winterraum deponierten Getränke so richtig geniessen – wohl verdient nach immerhin ca. 1950 bzw. 1450 Höhenmeter Aufstieg! Da wir unter der Woche unterwegs waren, hatten wir sogar den Winterraum für uns alleine– ein echter Genuss auf dieser wunderschön gelegenen Hütte…

Genuss vor dem Winterraum: Der Schatten trinkt auch mit!

Genuss vor dem Winterraum: Der Schatten trinkt auch mit!

Früh am nächsten Morgen brachen wir dann auf, um zunächst über Engelberger Lücke, Schlossfirn und Schlosstocklücke auf den Blüemlisalpfirn abzufahren. Ohne allzu viel Höhenmeter zu verlieren, traversierten wir dann auf dem bestens eingeschneiten Gletscher zum Brunnistock (ZS+, SAC 541). Überraschenderweise konnten wir im südlicheren Teil des steilen Gipfelhangs (41°) noch mit Skiern und Harscheisen bis zum Gipfel aufsteigen, wo wir ein herrliches Panorama genossen!!!

Die letzten Meter zum Brunnistock: Im Hintergrund Blüemlisalpfirn, Wissigstock, Schlosstock mit Schlosstocklücke, Ruchstock und Engelberger Rotstock

Die letzten Meter zum Brunnistock: Im Hintergrund Blüemlisalpfirn, Wissigstock, Schlosstock mit Schlosstocklücke, Ruchstock und Engelberger Rotstock

Nach einer noch pulvrigen Abfahrt über den Gletscher wurde es mit Bruchharsch und eisigen Stellen ab der Gitschenhörelihütte dann doch noch richtig anstrengend…. Zum Glück konnten wir tatsächlich noch bis zur Seilbahn St. Jakob (Isenthal) abfahren, wo wir die Tour dann auch beendeten – eine Verlängerung über die Sinsgäuer Schonegg und die aperen Hänge unter dem Maisander hätte in dieser schneearmen Saison keinen Sinn mehr gemacht…

Alles in allem eine wunderschöne und auch einsame Traumtour in der Zentralschweiz, da unter der Woche – wir haben ab dem Rotgrätli nur noch einen Skitourengänger gesehen. Danke an alle!

Teilnehmer: Thomas, Cornelia, Monika, Jörg (Tourenumbieter)

Text: Jörg Gramich