Klettersteig Jägihorn (27.8.2016)

Nach dem der Juli recht verregnet war, zog es uns Ende August ins schöne Wallis. Der Klettersteig am Jägihorn war das Ziel und um 6:30 Uhr fuhr der Zug von Basel SBB los.

Doch auch der August hielt in Teilen, was der Juli bereits gebracht hatte, denn auch am Samstag war das Wetter eher bescheiden. Am Anfang des Aufstiegs sahen wir noch etwas, aber dann zog es doch relativ schnell zu. Den geplanten Panoramaweg ließen wir also kurzerhand bleiben und stiegen direkt zur Weißmieshütte auf. Der Vorteil daran war natürlich, dass ein Ausschlafen auf der Hütte und Karten spielen sehr gut möglich war. So ein entspannter Nachmittag auf 2700 metern hat ja auch etwas.

Sonntag aber sollte der Klettersteig gemacht werden und es waren perfekte Bedingungen. Sonnenschein, nur ein paar Wolken im Tal, die sich schnell auflösten und angenehme Temperaturen. Also die 20 Minuten zum Einstieg laufen, Sets anlegen und rein in den Steig! Jener ist meist ein K3 und startet auf knapp 2800 m. Das schöne an den meisten K3 Steigen kam auch hier zum tragen: Viel Felskontakt, letztlich eine Kletterei im II/III Bereich, durch das Stahlseil abgesichert. Sehr schön. So ging es über 300 Höhenmeter hoch und 20 wieder runter. Sehr konstant, wenig spitzen nach oben oder unten, einer sehr schöner homogener Steig. Auffallend viele Leitern. Dann aber das Highlight. Eine ca. 30 m lange Hängebrücke mit schwererem Kletterteil – K4/K5. 2 von uns wagten die (sehr lohnende!) Unternehmung und die anderen beiden nahmen die nicht minder schöne Variante, welche konstant bei K3 bleibt. Am Gipfel genossen wir die wolkenfreie Aussicht auf die Mischabelkette und das weitere Monte Rosa Gebiet.

Der Abstieg ist hier ein Wanderweg und den kann man auch bis unten gehen. Man kann aber auch am Kreuzboden sogenannte Monstertrottis ausleihen. Das sind Trottinetts mit extra breiten Reifen (und sehr guten Bremsen), mit den man dann bis nach Saas-Grund abfahren kann. Im oberen Teil ist ein Fahrweg, nicht asphaltiert, und dem entsprechen rüttelt es dort die Arme und den Rücken durch. Eine Menge Spaß macht es natürlich und im unteren asphaltierten Teil wird es entsprechd rasant. Unbedingt mal ausprobieren!

Teilnehmer: Ann Cathrin (Foto), Jon, Bernd, Jens (Org + Bericht + Foto)

SAMSUNG CAMERA PICTURES

SAMSUNG CAMERA PICTURES

imgp4095

Ein Kommentar

  • Es gibt Gerüchte, dass eine Gruppe vom AACB auf einer Weissmiestour mit den Monstertrottis schnöd die Skipiste und Wanderwege runtergerotzt sind. Schliesslich haben die Dinger ja fette Reifen und die sind nicht gemacht für eine Fahrstrasse. Weil das ja eigentlich nicht erlaubt ist und weil die alten Tourenberichte leider (im Moment) nicht mehr abrufbar sind, muss es sich dabei lediglich um ein Gerücht handeln. 😉

Schreibe einen Kommentar