Langlauf im Schwarzwald (12. März 2016)

Warum in die Alpen schweifen, wo der Schwarzwald liegt so nah… so (oder so ähnlich) dachten wir es uns mehr als einmal und waren mit unseren Langlaufskiern im Schwarzwald unterwegs. Obwohl er kein Hochgebirge ist, sind Steigungen über 600 Höhenmeter gut zu finden und verlangen den geneigten Langläufern einiges ab. Und nachdem der Winter erst auf sich warten ließ, ging es im März umso besser.

Also trafen wir uns bei bestem Wetter am Badischen Bahnhof und fuhren nach Hinterzarten. Anfänglich war der Schnee auf dem Skifernwanderweg Richtung Belchen zwar noch etwas lückenhaft, aber als wir den Ort hinter uns gelassen hatten, blieben die Ski an den Füßen und wir mussten sie nicht mehr tragen. Dafür wurde die Landschaft immer weißer, der Schnee immer besser und ab und an sahen wir dann auch mal andere Menschen. Obwohl es Wochenende war, waren in diesem Teil des Schwarzwaldes nicht viele Leute unterwegs. Die 25 km nach Notschrei lassen sich zwar gut bewerkstelligen, doch liegt die Crux in den ersten 16 km, bei denen es die oben erwähnten 600 Höhenmeter hoch geht (nicht immer steil, aber kontinuierlich). Zwischendurch wird die Loipe eher ein enger Waldpfad (siehe Foto), aber nicht minder schön.

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Nachdem sich der Wald lichtet wurden wir durch eine Loipe, wunderbare Aussicht vom Feldberg und einer kurzen Abfahrt belohnt. Von nun an waren auch mehr Menschen unterwegs. Die schönste Belohnung für den Aufstieg hatten wir sowieso noch vor uns – die Abfahrt nach Notschrei auf der Stübenvasenspur von selbigem, dem Stübenvasen – 350 Höhenmeter auf ca. 7 km klingt vielleicht nicht viel, bringt aber auf Langlaufski eine gute Geschwindigkeit.

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Davon motiviert, gingen wir in leicht veränderter Zusammensetzung die Woche drauf gleich nochmal in den Schwarzwald, und zwar auf die „lange Panoramarunde“ um Todtnauberg. Ihren Namen hat die Spur mehr als verdient. Teils mit Blick auf die schweizer Alpen auf einer perfekt zum skating geeigneten Loipe ging es rund um Todtnauberg. Gegenüber der ersten Tour bestach diese hier sowieso durch ein abwechslungsreiches Profil und eben jene deutlich besseren Ausblicke. Auch diese Tour hat ihre langen Anstiege, die gut an die Reserven gehen, doch auch hier wird man mit der oben erwähnten langen Abfahrt belohnt. Nachdem wir den Stübenvasen auf einer deutlich anderen Route erobert hatten (siehe Foto) fuhren wir erfreut bergab und waren uns einig, dass man gerade im Winter auch außerhalb der Alpen wunderbaren (Langlauf)skispass haben kann!

Teilnehmer: Toni (nur Tour 1), Jens (beide), Bernd, Max, Andi, Sina (alle Tour 2). Organisation: Jens (beide)

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