Mutteristock (26. Februar 2017)

Thomas macht sich im AAC Basel einen Namen mit seinen Spontantouren. Noch scheinen die meisten AAC’ler dafür allerdings zu wenig spontan zu sein. So brachen wir am Sonntag in der Früh nur zu zweit auf ins Wägital. Die Region hatte am Freitag davor am meisten Schnee abgekriegt und schon bei der Anfahrt sahen wir vor der massiven Wand des Glärnisch die weisse Flanke des Gebirgkammes Bockmattli – Mutteristock – Wannenstock.

Auf der einsamen Route 240b bei der Abern Oberalp vor dem Fluebrig (Turner)

Weil wir aufgrund der sich nahenden Warmfront auf die alpinere Unternehmung Gemfairenstock, Clariden und Iswändli verzichtet hatten, setzten wir den Schwerpunkt auf Powder und Höhenmeter.

Von Hinterbruch P. 917 am südlichen Ende des Wägitalersees stiegen wir über die lange, einsame und landschaftlich sehr reizvolle Route (240b) auf. Diese sollte aufgrund der  Exposition – steile Südhänge oberhalb der Route unter dem Fluebrig/Turner – an warmen Tagen nicht zu spät angegangen werden. Und tatsächlich donnerten bereits zur Mittagszeit erste Lawinen über das erste Felsband in der Südostwand.

Eine Spuranlage von der Art, die die Landschaft (und den Anstieg) noch schöner macht.

Auf der Höhe 1935 fellten wir ab und powderten durch ein unverspurtes Couloir östlich des Schwalbenchöpfs. Nach der ruppigen Abfahrt durch den Wald ging’s über Rinderweid (1307m) auf der Normalroute (240a) hoch auf den Mutteristock (2294m). Auf halbem Weg trafen wir auf AAC Mitglied Marco Rüdisüli, dessen Skier bei der Abfahrt leider einen Karstfelsen erwischt hatten.

First lines und Pulver im Couloir östlich des Schwalbenchöpfs

Die vielen Tourengruppen waren inzwischen schon wieder auf der Abfahrt, der Gipfel gehörte uns alleine. Lange verweilten wir nicht, denn der Wind frischte auf.

Gipfelpanorama

 

Letzte Meter auf den Mutteristock. Im Hintergrund die massive Wand des Glärnisch

Die Lawinensituation (mässig) erlaubte die steile Abfahrt über die NW-Flanke (Mutteriberg). Nach der steilen und sehr harten Einfahrt (40-45°) wechselte der Schnee auf schweren Pulver und wir wieder in Powder-Modus.

Aussicht an der Einfahrt in die NW-Flanke mit Blick auf Wägitaler- und Zürichsee

Im unteren Teil der Abfahrt wurde es klebrig und der Schnee knapp. Auch erwischten wir mitten auf der Skiroute beinahe einen Stacheldrahtzaun. Auf künftigen AAC-Touren kommt der Kabelschneider auf die Packliste.

Der Mutteristock in der Abendsonne

Umbieter: Thomas

Teilnehmende: Thomas, Marco

 

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