Mythen & Thick Mittens (07.-08. Januar 2017)

Der Winter war endlich eingetroffen und ordentliche Neuschneemengen bis in die Niederungen gefallen, leider aufgrund des milden und trockenen Dezembers bis ins Hochgebirge auf aperen Boden. Für eine gelungene Skitour galt es steiniges Gelände zu meiden und Abfahrten mit Grasunterlage zu finden. Trotz grässlichstem Wetterbericht, erheblicher Lawinengefahr im Hochgebirge und einer heterogenen Gruppe von Cracks, Schlümpfen und Schlaf(f)is ist Claudio mit einem optimal ausgeklügelten Touren- und Abfahrtsvergnügen im pulvrigsten Tiefschnee und bei guter Sicht die Quadratur des Kreises gelungen.

Route: http://www.gps-tracks.com/oberiberg-bis-lauerz-skitour-E07491.html

Adi im Aufstieg zum Roggenstock mit Aussicht auf Oberiberg und den Sihlsee

Auf dem Gipfel bei Sonnenschein, die nächste Schneefront zieht schon rein

Renato in der Abfahrt vom Roggenstock, Pulver gut, leider ohne Unterlage (siehe Spur rechts)Christoph in der Abfahrt vom Roggenstock

Während die Hardcorecracks schon um 6 Uhr den Zug ab Basel nahmen und ab halb neun auf Route 270 die 710 Meter auf den Roggenstock in die Höhe stürmten (WS+, 2 h), stiessen die Schla(f)fis erst um Viertel nach elf in Oberiberg, Faluns zur Gruppe und genossen den landschaftlich wunderschönen Aufstieg durch Auerhahnnaturschutzgebiet via Route 140b auf den Furggelenstock (1656 m ü.M, 570m, 1.5 h, L). Nicht ohne noch in der gemütlichen SAC-Hütte auf der Furggelen eingekehrt zu sein.

Sanfte Hügellandschaft um den Furggelenstock mit Ausblick auf den Gross Mythen

Der Steile Gipfelhang am Furggelenstock liess allen Besitzern von neuen Skiern zwar bei jedem „krrrtsch“ die Tränen in die Augen steigen, aber nachdem ein besonders kluger Teilnehmer versicherte, dieses Geräusch werde durch gefrorene Erde verursacht, trockneten diese schnell wieder, vielleicht auch, weil die Unterlage weiter unten besser und der Steine weniger wurden. Die Abfahrtsroute 140a war auch wegen der zwar moderaten, aber dafür konstanten Neigung überraschend gut.

Die Schlüsselstelle folgte bei Brunni, wo erstens die dritte, vom Näbekenfirst kommende Gruppe nicht auffindbar war und sich zweitens die Benützung des Skilifts Brunni-Haggenegg eigentlich einer Liftkarte mit Depot bedürfte. Dank grossen diplomatischen Geschicks wurde uns kartenloser VIP-Zugang zu den zwei Skiliften gewährt. Von der Bergstation war es nur noch einen Katzensprung via Route 124c (L; 50 hm, 15 min) aufs Hochstuckli (1566m ü.M.).

Auf dem Hochstuckli. Als krönender Abschluss folgte eine 1110 hm lange Abfahrt bis  nach Schwyz. Einfach geil, kann man da nur sagen!

Achtung, erhebliche Hundebissgefahr. Einzelstehende Höfe sollten vorsichtig beurteilt werden.

Die Oberfreaks übernachteten in Schwyz im Hirschen Backpacker Hotel und genossen dem Alter angepasst das Nachtleben.

Nach einen von Claudio zum neuen Standard erklärten Luxusfrüstück in einer Bäckerei beim Bahnhof Schwyz gesellten sich am Sonntag drei sogenannte Schlümpfe zur Gruppe, die sich als sympathisch und fit entpuppten und den Aufstieg ab Bahngleis bis aufs Gottertli meisterten (1396 m ü M., via Route 104b, WS-, 3h, 950, hm).

Bei hikr.org würde hier das Essen beschrieben.

Durchsage an alle Verkehrsteilnehmer, in Seewen befinden sich Skifahrer auf der Fahrbahn

Aufstieg am Urmiberg

Blick auf den Fronalpstock und Stoos. Aus dem Tourenbeschrieb wussten wir, dass wir den Ausblick auf Vierwaldstättersee und Lauerzersee geniessen konnten…

Bergab ging’s via Route 104a (L) über fast steinfreies Gelände. Hier die Abfahrt am Büelerberg mit Aussicht auf den zugefrorenen Lauerzersee.

Skitouren auf „saftigen Weiden“. Die Bilder von weiter oben werden bewusst nicht gezeigt

Umbieter: Markus, Claudio

Teilnehmer: Christa, Adi, Marco B., Renato, Bruno, Christoph, Hanna Z., Zhiva, David, Daniel

Ein super Wochenende, wer nicht dabei war, ist selber schuld! Vielen Dank an Claudio für die super Vorbereitung und perfekte Duchführung dieses tollen Weekends.

(Text: Christa, Bildunterschriften: Claudio)