Skitouren-Wochenende im Jura: Hasenmatt und Mont Moron (2./3. Februar 2019)

Skitour Jura 1. Teil: Gänsbrunnen – Stallflue (1409m) – Crémines, 2. Februar 2019

Da die geplante Tour am Simplon dem Nebel zum Opfer fiel, organisierten Liselotte und Kirsten kurzerhand eine Alternative im Jura. Nach der Ankunft in Gänsbrunnen wurden die Felle montiert und die beiden Einsteiger Julian und Patrick in energiesparender Aufstiegstechnik unterrichtet. Wo in den tieferen Lagen ein Weiterkommen mit dem Mountainbike stellenweise einfacher schien, ging es höher gelegen durch mystisch verschneite Wälder und teils Pulverschnee zum Althüsli. Der Anstieg auf die Stallflue (1409 m) erlaubte noch einige Spitzkehren zu üben.

Schon am Samstag nordseitig eine dünne Pulverschicht unter graublauem Himmel

Blick in Richtung Berner Alpen

 

 

Nach einer kurzen Abfahrt nach Binzberg setzten wir zum Gegenanstieg am Oberdörferberg (1200 m) an. Die langgezogene Abfahrt in Richtung Crémines führte erst über verschneite Wiesen, welche im Gebiet des Talbodens zusehends aperer wurden. Spätestens jetzt waren alle im Besitz von Juraskiern

Abfahrt Richung Crémines

Der Clubtradition folgend erreichten wir den Zug Richtung Moutier eine Minute vor seiner Abfahrt.

 

Skitour Jura 2. Teil, Pontenet – Grathaus Moron (SAC Angenstein) – Perrefitte / Moutier, 2.-3. Feb. 2019

Nachdem Julian und Patrick gerade noch den ICN nach Basel erwischt hatten, unternahmen die unentwegten Freunde des Jura Skitürlen (Liselotte, Matthias, Kirsten) einen kurzen Einkehrschwung in der Bahnhofsbeiz von Moutier, bevor es mit dem Zug durch die Gorges de Court und weiter nach Pontenet ging. Dort angekommen (4Uhr nachmittags), warteten noch etwa 600 Höhenmeter Aufstieg bis zum Nachtquartier im Grathaus des SAC Angensteins auf dem Mont Moron (1337 m). Nach dem Fussmarsch durchs Dorf und einer kleinen Stärkung zogen wir die Felle auf und machten uns auf den Weg. Steil ging es durch den Wald hinauf und wir gewannen schnell an Höhe. Die offenen Flächen auf dem Moron durchquerten wir im dichten Nebel und waren froh, als wir die Hütte bei einbrechender Dunkelheit gegen 6Uhr erreichten. Die Taschenlampen hat es nicht gebraucht …
Wir wurden vom diensthabenden Hüttenwart sehr freundlich willkommen geheissen und machten es uns in der Stube gemütlich. Unser Abendessen hatten wir mitgebracht und haben es nach dem gemeinsamen Kochen mit gutem Appetit in entspannter Atmosphäre genossen.
Nach einer wunderbar ruhigen und erholsamen Nacht erwartete uns draussen, wie vom Wetterbericht angekündigt, ein Schneegestöber. Wir liessen es deshalb ruhig angehen, frühstückten gemütlich und stiegen vor der Abfahrt noch auf den Botta Turm (von Mario Botta entworfen und Maurerlehrlingen aus der ganzen Schweiz gebaut). Alpensicht (bei gutem Wetter möglich) gab es zwar wieder keine, aber die Schnee- und Eisverzierungen, die der Wind an der Turmmauer entlang des Aufstieges geschaffen hatte waren auch sehr beeindruckend.

Gut gelaunt mit arktischer Dekoration auf dem Botta-Turm

Danach ging es mit den Ski bergab, zuerst recht flach, aber im Langlaufschritt (ohne Felle) in schönen Gleitrhythmus durchs Schneegestöber und verzauberte Landschaft, Wald und Baumgruppen, dann steiler über die Paturage de Moron nach Perrefitte. Ein wunderschönes Erlebnis.

Im Schneegestöber auf der Hochfläche

Ganz unten dann, trotz anhaltendem Schneefall, recht nasser Klebeschnee, der sich an die Ski heftete. Weil wir keine Lust auf das Wandern in Skistiefeln entlang der Landstrasse hatten, nutzten wir die Gunst der Stunde und liefen weiter mit den Skis über Wiesen und Grünflächen nach Moutier; Die Stollen unter den Ski ersetzen das Fell voll und ganz und auch kleine Steigungen und Anhöhen waren so gut zu bewältigen. Die Skiwanderung wurde dann in den Wohnquartieren von Moutier auf dem Trottoir, bzw. den Schneehaufen am Strassenrand fortgesetzt.

‘Pourquoi pas?’ comme on dit en Jura

Somit wurde der befürchtete lange Fussmarsch von Perrefitte zum Bahnhof Moutier kurzweilig unter die Füsse bzw. Ski genommen.
Dort kam auch schon gleich der Zug nach Basel und wir kamen um 2 Uhr von diesem schönen und abwechslungsreichen Skitourenwochenende im Jura zurück.
Danke allen – es hat grossen Spass gemacht!


Teilnehmer: Julian, Kirsten, Liselotte, Matthias, Patrick
Bericht: Kirsten und Patrick

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