Spontantour “Rotstock im Oberaletsch-Gebiet” (27-28. September 2016)

Am Montag Abend die Tourenanfrage per SMS, am Dienstag Morgen die Tourenbesprechung und drei Stunden später auf dem Zug ins Wallis – so spontan können AAC Touren sein!

 

Abendstimmung vor dem Fusshornbiwak

Abendstimmung vor dem Fusshornbiwak

Meret und ich trafen uns direkt im Fusshornbiwak im Oberaletsch. Meret kam von der Rinderfurka her, ich reiste etwas gemütlicher über Belalp an. Im Stirnlampenschein erreichte Meret pünktlich zum späten Risotto das wunderschön gelegene und gut ausgestattete Biwak mit eindrücklichem Ausblick auf die grossen Walliser Berge. Die Nacht war kühl, die Wolldecken zahlreich – wir waren die einzigen Gäste.

Morgendämmerung auf den Gletscherschliffplatten

Morgendämmerung auf den Gletscherschliffplatten

 

Erste Sonnenstrahlen auf den Fusshörnern

Erste Sonnenstrahlen auf den Fusshörnern

Über Moränenschutt und glattgeschliffene Gletscherplatten erreichten wir mit den ersten Sonnenstrahlen den aperen Gletscher. Die Wegfindung gestaltete sich abenteuerlich – dem Spaltenlabyrinth kann in der ersten Bruchzone kaum ausgewichen werden. Lagen unten nur wenige Zentimeter Schnee, wurden wir auf dem ersten Plateau von beinahe winterlichen Verhältnissen empfangen. Wir zogen unsere Spur in den glitzernden Schnee wie auf einer Skitour und achteten besonders darauf, dass unser Seil gespannt war.

Im Spaltenlabyrinth

Im Spaltenlabyrinth

 

Neuschnee auf dem ersten Gletscherplateau

Neuschnee auf dem ersten Gletscherplateau. Im Hintergrund der Rotstock (l.) und das Geisshorn (r.).

Ab dem Joch zwischen Geisshorn und Rotstock war anstrengende Spurarbeit in der steilen Traverse nötig, um den Einstieg zum Felsgrat zum Rotstock zu erreichen. Dort selbst lag erwartungsgemäss auch noch Schnee und so ging’s in leichter kombinierter Kletterei exponiert in Richtung der markanten Gipfelnadel. Letztere war der klettertechnische Knackpunkt und konnte mit einem Steigeisen-Bouldermove überwunden werden.

Vom Joch in Richtung Rotstock

Vom Joch in Richtung Rotstock

 

Meret in der steilen Traverse

Meret in der Traverse

 

Leichte kombinierte Kletterei am Rotstock Nordgrat

Leichte kombinierte Kletterei am Rotstock Nordgrat

 

Auf der Gipfelnadel des Rotstocks

Auf der Gipfelnadel des Rotstocks

 

Gipfelpanorama – Nest- und Breithorn

Gipfelpanorama – Nest- und Breithorn

 

Im Abstieg über die geschichteten Zacken

Im Abstieg über die geschichteten Zacken

 

Rotstock

Rotstock

Der dünnen Schneebrücke über den gewaltigen Bergschrund trauten wir bei der Hitze nicht mehr so wirklich, liessen deswegen das ursprünglich geplante Geisshorn aus und machten uns direkt an den langen Abstieg in die Massa-Schlucht und an den Gegenanstieg zur Rinderfurka, wo zum Schluss erneut die Stirnlampe ausgepackt werden musste. WOW!

Fusshornbiwak

Fusshornbiwak

 

Fusshornbiwak

Fusshornbiwak

 

Walfische in der Massa-Schlucht

Walfische in der Massa-Schlucht

 

Fusshorn, Rotstock und Geisshorn von der Riederfurka

Fusshorn, Rotstock und Geisshorn von der Riederfurka

 

Route: Belalp / Riederfurka – Fusshornbiwak (2788m) – Sattel P. 3581 – Rotstock (3699m) – Massa-Schlucht (1560m) – Riederfurka (2064m)

TN: Meret Gut & Marco Bruni

Bericht: Marco

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